Feierliche Verabschiedung

Bewegende Momente bei der Beendigung der aktiven Radsportlaufbahn von Simone Bugner, Alexandra Gebhard und Christoph Nickolaus.

Bild Mit einem feierlichen Festakt verabschiedete der Rad-und Sportverein 1921 Klein-Winternheim seine verdienten Athleten. Ein tiefer Einschnitt im Radpolosport, nicht nur beim RSV sondern auch in Rheinland-Pfalz, ist mit der Beendigung der sportlichen Kariere von Simone Bugner und Alexandra Gebhard zu verzeichnen. Beide sind über 30 Jahre aktive Radpolospielerinnen und seit 1988 spielten die Beiden als Team zusammen und zählten fast 20 Jahre zu den Topmannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse, der 1. Bundesliga. Mit dem Schlussstrich geht nun in Klein-Winternheim eine Ära zu Ende. Für den RSV Klein-Winternheim dürfte es wohl für viele Jahre keine nationale Meisterschaft mehr geben, bei der eine Radpolo-Mannschaft des eigenen Vereins am Start ist. Viele Tränen flossen als die Kariere im Zeitraffer und schöne Begebenheiten vorgetragen wurden. Trainer Josef Bugner, der die beiden zu hervorragenden Leistungen gebracht hatte, wurde ebenfalls für die jahrzehntelange Arbeit gedankt.

Mit 5 Jahren begann die Kunstradlaufbahn von Christoph Nickolaus. Seinen letzten Wettkampf bestritt er im Jahre 2007 auf der Deutschen Meisterschaft, wo er den 6. Platz errang. Der Ausnahmesportler war von 1995 bis 2007, 13 Mal in Folge unangefochten Rheinland-Pfalz Meister, wobei er im letzten Juniorenjahr sogar den Rheinland-Pfalz Rekord und den Juniormasters Rekord knackte. Überdies war Christoph jahrelang Mitglied im Landes- und Nationalkader und krönte seine Laufbahn im Jahre 2005 mit dem Erringen des Deutschen Meister und Europameister Titels. Im Kunstradsport verliert der Verein zwar mit ihm einen Leistungssportler der im internationalen Feld noch vorne mitmischen könnte, er geht dem Verein aber nicht verloren, denn im letzten Jahr absolvierte Christoph eine Ausbildung zum C-Trainer und trainiert seither aushilfsweise Nachwuchssportler. Trainer und Vater Manfred Nickolaus sieht die Beendigung der aktiven Kunstradlaufbahn mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn der Jurastudent im 7. Semester strebt baldmöglichst einen Magisterabschluss und dann das Staatsexamen an, für die er sehr viel Zeit benötigt.

Das Rahmenprogramm wurde vom Kunstradvierer der Mädchen, den Gebrüdern André und Benedikt Bugner und dem vierfachen amtierenden Weltmeister David Schnabel Meisterhaft ausgeschmückt. Eine große Überraschung für Christoph war der sehr professionell erstellte Film seiner Schwester Raike über seine Kunstradlaufbahn mit Höhen und Tiefen seiner Sportlerkariere.

Zum Abschluss zeigte Christoph nochmal sein ganzes Können inklusive dem Sprung vom Sattel auf den Lenker. Viele Tränen und sehr viel Applaus begleiteten die Sportler in einen neuen Lebensabschnitt ohne Leistungssport.