Die Hoffnung stirbt zuletzt....... (2004)

Das ist das Motto an dem ich, Sandra Bücher, mich immer wieder versuche zu motivieren um nicht trotz den vielen Rückschlägen aufzugeben.
Wenn ich heute an Karfreitag vor einem Jahr zurückdenke, möchte ich diesen Tag so schnell wie möglich vergessen. Es passierte in einem ganz normalen Training im Rahmen eines D-Kaders. 20-30 mal fahre ich diese Übung, namens Lenkerstanddrehung, in jedem Training, jedoch wohl damals einmal zuviel!
Ich sprang recht kontrolliert vom Lenker ab und landete volle Kanne schief auf meinem rechten Fuß. Die Diagnose; 3-facher Bänderriss am rechten Sprunggelenk. Das bestätigte sich einige Tage später nach einer MRT-Aufnahme in Mainz. Für mich ging damals wortwörtlich die Welt unter. Noch nie vorher hatte ich mich ernsthaft mal schlimmer verletzt und es war mental sehr schwer für mich mit diesem Rückschlag fertig zu werden.
Nach mehreren Arztgesprächen entschieden wir uns für eine OP, die ich dann auch innerhalb der folgenden Woche durchzog. Die zerfetzten Bänder wurden genäht. Anschließend musste ich 10 Tage Krücken laufen und danach bekam ich für 5 Wochen eine Schiene. Nach ca. 8 Wochen hatte ich die Verletzung überstanden und konnte wieder anfangen zu trainieren. Ich wollte mich ja auf die nächste Saison vorbereiten.

Im Dezember passierte dann das nächste Drama. Da ich noch immer Probleme mit meinem Fuß hatte, sind wir nochmals zur Kontrolle zum Orthopäden gegangen. Dieser röntgte sofort und das Pech hatte mich wieder gepackt. Ich hatte aus dem Unfall im April noch einen Knorpel-Knochen Schaden am Talus (Sprungbeinrolle) davongetragen, der jedoch erst jetzt erkannt wurde.
Wie jeder weiß, ist Knorpel ja ganz schwer zu behandeln, denn wenn er einmal weg ist, dann ist er weg. Ich bekam sofort Sportverbot und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten vorgeschlagen. In meinem Fall kam entweder als OP eine Sprungiosaplastik (d.h. Knorpelentnahme aus dem Schienbein und das wird dann an die geschädigte Stelle eingesetzt) oder eine Pridie -Bohrung (Anbohrung des Knochens) infrage.
Natürlich war ich total geschockt und konnte es gar nicht fassen. Ich wollte es nicht glauben und hätte am liebsten die Zeit zurückgedreht..
Im Internet recherchierte ich über meine Verletzung , die sich Osteochondrosis dissecans nennt, und wurde von der Realität eingeholt.

Es blieb mir nichts anderes übrig als eine weitere OP. Diese Verletzung war zu groß um konfessionell behandelt zu werden. Es erschien aussichtslos, denn in 1-2 Jahren käme es zur Arthrose. Nach einem langen Gespräch mit Dr. Schäfer (Chefarzt) wurde ich auf die OP vorbereitet und schließlich im Heilig-Geist Krankenhaus in Bingen operiert. Der Knochen wurde angebohrt und man erhoffte sich dadurch einen Aufbau eines Ersatzgewebes anstelle des Knorpels.
Nun waren 6 Wochen Krücken angesagt. Die kamen mir wie eine halbe Ewigkeit vor. Viele Arztbesuche nahmen Zeit in Anspruch und die Schule musste auch noch nebenher mitlaufen. 4 mal die Woche (mittlerweile nur noch 2 mal) ging ich in das Mombacher Reha-Zentrum und an dieser Stelle möchte ich mich nochmals für die ausgezeichnete Behandlung von Dr. Schäfer und bei meinen Therapeuten Astrid, Holger und Ben sowie dem ganzen Team bedanken.

Leider folgte im Februar eine 3. OP, da sich ein Neurom( Nervengeschwulst) durch die 1. OP gebildet hat und auf unerklärbarer Weise wieder ein Band gefehlt hat. Verfolgt von einer Pechsträne schaffte ich es nicht rechtzeitig für die diesjährigen Deutschen Meisterschaften fitt zu sein und konnte zum zweiten mal nur als Zuschauer mitfiebern.
Dies alles hat mich viele Nerven gekostet und an den Rand der Verzweifelung gebracht. Ich konnte meine zwei Chancen, mich in den Deutschen Junioren Nationalkader zu qualifizieren nicht wahrnehmen, was schon verdammt ärgerlich war. Seit Dezember bin ich in Behandlung und versuche mit Muskelaufbautraining, vielen Stabilisationsübungen, Reizstrom und Krankengymnastik meinen Fuß wieder fitt zu bekommen.
Dort habe ich auch schon viele andere Sportler kennen gelernt und durch die gegenseitige Motivation ist es eine starke Hilfe und macht Spaß sich Woche für Woche zu quälen.

Die Schmerzen sind leider noch nicht ganz weg, werden aufgrund der schweren Verletzung auch nicht mehr ganz verschwinden. Es wird hier und da immer ein Handicap bleiben. Mein Ziel ist es dies so unter Kontrolle zu bekommen, dass ich wieder Kunstrad in der Spitze mitfahren kann. Ich denke das ich auf einem guten Wege bin und das Beste daraus gemacht habe.
Außerdem habe ich auch viel Erfahrung gesammelt und das hat mich auch ein wenig stark gemacht über das Kunstradfahren hinweg zu sehen. Es ist klar, das Ergeiz dazu gehört, aber man darf nicht zu verbissen an die Sache herangehen was mir lange und immer noch Probleme bereitet.
Für die Zukunft wünsche ich mir einige verletzungsfreie Jahre und das ich Schule und Kunstrad auch in der Oberstufe unter einen Hut bekomme.
Ich hoffe das ich bei den Deutschen Meisterschaften 2005 dabei bin und wieder dahinkomme wo ich aufgehört habe und vielleicht erwischt mich dann diesmal eine Glücksträne, auch wenn ich jetzt ein gutes Jahr verloren habe.


Sandra Bücher

Der undankbare vierte Platz (2004)

Die diesjährigen Deutschen Meisterschaften im Hallenradsport fanden im sächsischen Glauchau statt. Im Bereich Kunstradsport konnte sich auch in diesem Jahr die 4er Männerschaft des RV mit Marcel, Roman und German Kissel sowie Christoph Eckert erfolgreich qualifizieren. Die Wettkämpfe im 4er und 6er Männer fanden bereits am Freitagvormittag statt, so dass zeitiges Aufstehen angesagt war, wenn man als Zuschauer erst am Tag selber anreisen wollte. Aber das Opfer sollte sich lohnen, da in beiden Disziplinen Mannschaftsfahren vom Feinsten geboten wurde. Gegenüber den letzten Deutschen Meisterschaften, bei denen zahlreiche Mannschaften eher weniger erfolgreiche Küren zeigten, schienen in diesem Jahr die Rahmenbedingungen zu stimmen. Insbesondere der Wettkampf der 4er Männer zeigte sich äußerst spannend beim Kampf um die begehrten Plätze eins bis drei. Die Klein-Winternheimer brachten eine aufgestellte Punktzahl von 368,20 ein, was in der Startaufstellung Platz fünf bedeutete. Da die Punktzahlen in den vorderen Rängen recht dicht bei einander lagen, war aber mit etwas Glück auch ein Medaillenplatz im Bereich des Möglichen. Als erste startende Mannschaft setzte zunächst Erlenbach II einen Maßstab. Bei den nächsten Mannschaften lief nicht alles nach Plan, aber bei den letzten sechs Mannschaften wurde es wieder richtig spannend. Unser 4er Männer konnte eine sehenswerte, fehlerfreie Kür zeigen, aber am Ende sollte es leider doch mit 348,87 Punkten der undankbare vierte Platz werden mit einem minimalen Abstand von 1,93 Punkten zum 3. Platz. Von der gezeigten Leistung her, hätten sie auch einen Medaillenplatz verdient, insbesondere da die Drittplazierten, der RV Erlenbach II, zwar zu Beginn des Wettkampfs ebenfalls eine gute Kür gezeigt hatten, jedoch eine niedrigere Schwierigkeit einreichten und auf ein mildes Kampfgericht trafen. Zumindest als Zuschauer hatte man den Eindruck, dass bei den später startenden Mannschaften bei vergleichbarer Ausführung mehr „Wellen" vom Kampgericht vergeben wurden. Diese Ungerechtigkeit wurde auch von erfahrenen Kampfrichtern zum Ausdruck gebracht. Wie auch immer, manchmal hat man trotz toller Darbietung Pech (mit dem Kampfgericht), aber auf die Leistung unserer Männer bei dieser DM kann man trotzdem stolz sein. Jedenfalls drücken wir alle Daumen, dass das Ergebnis im nächsten Jahr glücklicher für unseren Vierer ausfällt.

Beatrix Schreiber

Ein Wochenende beim E-Kader (2004)

Schon die jüngsten Sportlerinnen und Sportler im Kunstradfahren werden im Radsportverband Rheinhessen gefördert. In E-Kader-Lehrgängen treffen sich die Kinder an einigen Sonntagen und trainieren gemeinsam. Der Höhepunkt des Jahres ist ein Wochenend-Lehrgang, der dieses Jahr im November in Flonheim stattfand.

Freitag abends um 18 Uhr reisten alle Sportler und Sportlerinnen an. Aus Klein-Winternheim waren diesmal Andre und Benedikt Bugner und Janina Letz dabei. In der Turnhalle in Flonheim wurde zuerst das Nachtlager aufgeschlagen. Zum Kennenlernen und Müdewerden wurde am Abend in der Turnhalle getobt - mit Bällen, Geräten, alleine, in Mannschaften, so wie jeder Lust hatte. Auf jeden Fall waren die 20 Kinder im Anschluss so müde, dass die Nachtruhe schnell eintrat. Das war auch notwendig, denn der Samstag begann mit Frühsport für alle. Vor dem Frühstück standen einige Runden auf dem benachbarten Sportplatz auf dem Plan. Dafür schmeckte das Essen danach umso besser. Am Vormittag wurden die Sportler in 2 Gruppen geteilt. Konditionstraining und Kunstradübungen wurden abgewechselt. Schwerpunkt wurde vor allem auf neue Übungen gelegt, die dann nächstes Jahr ins jeweilige Programm aufgenommen werden sollten. Nach dem Mittagessen (eine Mutter versorgte alle mit Nudeln) ging die eine Hälfte zum Schwimmen nach Kirchheimbolanden, die anderen Kinder trainierten wiederum mit dem Rad. So ging die Zeit rasch um. Nach dem Abendessen stand die Turnhalle wieder zum Toben offen. Der Sonntag begann ebenfalls mit dem obligatorischen Frühsport. Danach wechselten die Gruppen vom vorherigen Nachmittag, so dass auch die zweite Gruppe in den Genuss des Schwimmbades kam. Die anderen konnten wiederum im intensiven Training ihr Können auf dem Rad verbessern. Nach dem Mittagessen stand noch Aufräumen auf dem Plan, und schon war das Wochenende vorbei.

Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle allen Trainern und Helfern, die diesen Lehrgang ermöglicht haben!

Janina Letz

Früh übt sich .... (2004)

Ich kam zufällig zum Kunstradfahren, als mich Mike Lauterbachs Mama nach der Radsportverein-Radtour gefragt hat, ob ich nicht einfach mal zuschauen möchte, wenn Mike auf seinem Rad trainiert - er würde grad in der Halle fahren........OK, warum nicht! Mensch, sah das toll aus, was der Mike da alles auf dem Fahrrad konnte.........und dann durfte ich selber auch fahren - Hui, machte das Spaß - und da die Heike (Mikes Mama) grade ihre Trainerausbildung macht, hat sie mir angeboten, mich mal zusammen mit dem Mike zu trainieren. Und seitdem fahre ich total begeistert Kunstrad. Witzig war für mich auch, dass meine ganze Familie (Uropa Valentin Roth, meine Oma Helga Hackl, mein Papa Michael Hackl und meine Tante Nina Meier und ich weiß schon gar nicht mehr wer alles früher Kunstrad gefahren ist).

Und dann irgendwann hat mir meine Trainerin Heike gesagt, dass ich bald mein erstes Turnier habe - nämlich am 24. Oktober 2004. Ich wurde ganz aufgeregt und hab mich total drauf gefreut. Ich hab dann ganz viel trainiert und mich gut vorbereitet...Endlich war es soweit. Am Sonntag fuhr ich mit meinem Papa, meiner Mama meinem kleinen Bruder und meinem Onkel Ralph nach Armsheim. Beinahe hätten wir die Radsporthalle in Armsheim nicht gefunden - Gott sei Dank hat uns dann jemand den Weg erklärt und so kamen wir dann doch noch pünktlich zum Turnier. Und erstmal kamen ja auch die ganzen vielen Mädchen dran. Jungs waren wir nur 5 - komisch, dass fast alle Jungs immer nur Fußball spielen wollen, dabei macht doch Kunstradfahren sooo viel Spaß. Es hat also gedauert und gedauert bis endlich alle Mädchen ihr Programm gefahren hatten. Ein paar waren richtig toll. Dann endlich kam ich dran. Ich hatte mich extra schick gemacht und meine Haare hat meine Mama auch ganz cool gestylt. Erst war ich ein bisschen schüchtern, aber dann war es ganz leicht. Die Preisrichter sahen eigentlich auch ganz freundlich aus. Ich fuhr mein Programm ganz locker und war (im Gegensatz zu meiner Mama) gar nicht mehr aufgeregt! Leider habe ich den Reitstand vergessen, aber alles andere hat gut geklappt...
Da ich die wenigsten Übungen gefahren bin, habe ich mir eigentlich gedacht, dass ich sowieso der fünfte von uns fünf Jungs werde - aber so war´s dann gar nicht. Ich fuhr mich auf 4. Platz vor, weil ich so elegant und toll meine Übungen gefahren bin.
Dann war die Preisverleihung und plötzlich wurde ich doch ganz traurig, dass ich nicht ganz oben auf dem Siegerpodest stehen durfte. Obwohl der vierte Platz doch auch schon supertoll ist........ Mein Mitfahrer, der Christoph Berlin wurde sogar Zweiter. Na ja, für das nächste Mal werde ich ganz ganz viel trainieren und vielleicht schaff ich´s dann doch auch mal ganz oben auf das Siegerpodest.
Jedenfalls macht mir Kunstradfahren ganz viel Spaß! 

MARVIN

Schüler Kunstradfahrer zeigen gute Leistungen 2003

Schüler Kunstradfahrer zeigen gute Leistungen

Am 18. Mai wurden in der Petersberghalle in Gau-Odernheim die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften im Kunstradfahren der Schüler/innen ausgetragen. Der Radsportverein Klein-Winternheim war wie immer stark vertreten und kann mit den Ergebnissen seiner Sportler zufrieden sein.

Bei den 4er Schülerinnen ging die 2. Mannschaft des RV (Doretta Wassermann, Rebecca Ramirez, Katharina Schmahl & Katharina Secker) an den Start. Mit 225,14 ausgefahrenen Punkten belegten sie gegen eine starke Konkurrenz den 6. Platz. Für die Deutsche Meisterschaft qualifizierten sich die Mannschaften vom RSV Hennweiler, VFH Worms und RV Mainz-Ebersheim.

Janina Letz fuhr sich bei den Schülerinnen Klasse C hinter Annika Schreiber (Mainz-Ebersheim) und Denise Rittweger (Mainz-Hechtsheim) mit 225,45 Punkten auf den dritten Platz. Katharina Schmahl erreichte mit 223,40 Punkten Platz 5.

Bei den C-Schülern lagen die Sportler bei den ausgefahrenen Punkten sehr dicht hintereinander. Andre Bugner konnte einen Platz aufholen und nahm mit 228,97 Punkten die Bronzemedaille mit nach Hause. Sein Bruder Benedikt belegte mit einer guten Leistung (217,35 Pkt) Platz 9.

Nadine Bugner startete in der Klasse der Schülerinnen B. Mit einem kleinen Patzer ziemlich am Ende des Programmes fuhr sie sich noch mit 230,40 Punkten auf den 9. Platz.

Bei den Schülerinnen A konnte sich Julia Thürmer vom RV Mainz Finthen mit 284,20 Punkten deutlich vor ihren Konkurrentinnen an die Spitze setzen. Der zweite Platz ging an Sabrina Leist (RV-Klein-Winternheim). Trotz einem schweren Sturz fuhr sie ihr Programm zu Ende und konnte sich mit 242,89 Punkten die Silbermedallie sichern. Platz drei belegte Johanna Hartmann vom RV Mainz Finthen (239,75 Pkt).

Die 6er Mannschaft des RV Klein-Winternheim (Doretta Wassermann, Rebecca 'Ramirez, Katharina Schmahl, Katharina Secker, Janina Letz, Sabrina Wassermann) erreichte hinter dem RVS Hennweiler und dem RV Nahbollenbach mit 220, 27 Punkten den 3. Platz.

Da. Br.